Vorab ein kurzer Steckbrief:

Baujahr: 1993
Beruf/Tätigkeit: Sozialpädagogin
Interessen neben dem Klettern: viele kreative Handarbeiten, Slacklinen und Essen
Lieblingsklettergebiet: Oh je, ich kann mich nicht entscheiden! Siurana (Spanien), Valle Encantado (Bariloche, Argentinien), Ulassai (Sardinien) und einfach viele viele mehr – egal wo: Hauptsache, klettern ;)

Hanna klettert seit ca. 2012 – dieses Jahr ist 10-jähriges Kletterjubiläum!!

2018 Frey Argentinien Ulrich HallerWas für eine Umgebung! Auf diesem Gipfel in der Nähe des argentinischen Lago Frey im Grenzgebiet zu Chile steht Hannah die Lebensfreude (zu Recht) ins Gesicht geschrieben. (2018, Foto: Ulrich Haller)


Was verbindet Dich mit dem Klettern?

Ich glaube, mit dem Klettern kann ich eigentlich einfach sein, wie ich bin: Ich liebe es, mit ein paar netten Menschen draußen zu sein, die Umgebung zu genießen, mich zu bewegen und auch herauszufordern. Manchmal ein bisschen Nervenkitzel finde ich ganz gut. Mit ein bisschen meine ich Sport- und Plaisir-Tradklettern. Auch wenn die großen Berge sehr verlockend sind, sind sie zum Klettern trotzdem auch ein bisschen zu groß für mich, habe ich festgestellt. Aber die eigenen Grenzen auszutesten und Erfahrungen zu sammeln, neue Orte zu erkunden, zu reisen, Menschen, Sprachen und Kulturen kennenzulernen- all das habe ich tatsächlich mit der Motivation fürs Klettern begonnen, und ich liebe es einfach. Klar, früher, als man die Semesterferien bedenkenlos verlängern konnte und einfach in den Kletterhotspots immer Leute gefunden hat, die auch einfach nur die Wände hochfliegen wollten, waren die Urlaube länger und das Freiheitsgefühl am größten. Aber auch jetzt mit einer kleinen Familie im Gepäck findet sich meistens Gelegenheit dazu. Das ist auch ein Vorteil an der Kletterpassion. Kurz gesagt: Ich kann mir tatsächlich nicht vorstellen, warum ich irgendwann aufhören sollte …

2017 Oltre Finale Lydia Kipping newAuch das norditalienische Oltre Finale ist einer dieser Sportklettersehnsuchtsorte. 2017 hat sie den dortigen gut griffigen Kalk genießen können. (Foto: Lydia Kipping)


Was verbindet Dich mit der IG Klettern Halle/Löbejün?

Ich würde sagen, mit meinem Beitritt zur IG Klettern nahm alles seinen Lauf: Als ich anfing mit Klettern gab es dank des Vereins viele gut erschlossene Felsen in und um Halle, außerdem ein winziges Trainings-Dojo. Das hat mir den Start in meine damals neue Freizeitbeschäftigung sehr erleichtert. Und dann kamen die Boulderhalle in der Thaliapassage und eine Menge boulderbegeisterte Leute dazu, und, schwupps, wurde durch die IG eine super nette und engagierte Kletterszene geboren.

mein1. Thaliawettkampf 2014 Maximilian BuckupSchon bei ihrem ersten „Neubaubloc“, 2014 im Kletterthalia, machte Hannah eine gute Figur. Dabei ist sie „begeisterungsfähig … und lässt ihren Ehrgeiz“ auf sympathische Weise „höchstens erahnen“ (modifiziertes, aber sinngemäßes Zitat von Andi Müller, Foto: Maximilian Buckup)

Mit Chrisi als Freundin und Mentorin habe ich auch recht schnell einen Kinderkletterkurs übernommen und mehrere Jahre begleitet. Ich denke oft an sie und bin einfach immer wieder beeindruckt, mit wie viel Energie sie und viele andere Menschen sich für die Kletterei und Boulderei einsetzen und die Gegend hier bereichern. Ich danke euch dafür und bin sehr froh, Teil des Ganzen zu sein!
Und ich freue mich auch schon riesig auf die nächste Sommersonnenwende, die hoffentlich nicht Corona zum Opfer fallen wird …


Was verbindet Dich mit dem Leben?

Carpe diem – man kann nie wissen, wie das Wetter morgen wird!

2019 BeuchaJacob KleinhuisIn Beucha kann man nicht nur bouldern, sondern auch highlinen. Carpe diem and well done, Hannah! (Foto: Jacob Kleinhuis)